Neue Herren der Neuen Welt

Gabriel Engert und Tobias Klein vekünden die Übernahme der Neuen Welt. Foto: hk

Die Stadt Ingolstadt, genauer gesagt die Gemeinnützige Veranstaltungs GmbH, rettet die neue Welt.

Die neuen Herren der Neuen Welt: Gabriel Engert und Tobias Klein; Foto: Pressestelle-Bernd Betz

Wie Gabriel Engert (Kulturreferent) und Tobias Klein (Geschäftsführer der Gemeinnützigen Veranstaltung GmbH) in einer eigens einberufenen Pressekonferenz mitteilten, gibt der bisherige Pächter der neuen Welt, Johannes Langer, Lokal und Kleinkunstbühne auf. Wie Engert auf Nachfrage erklärte, geschehe dies aus finanziellen Gründen.

Um die Kleinkunstbühne zu erhalten, springt die Ingolstädter Veranstaltungs GmbH in die Bresche. Deren Aufsichtsrat hatte kurz vor der Pressekonferenz einstimmig dafür gestimmt. Für einen Übergangszeitraum wird Johannes Langer weiter die gastronomische Verantwortung tragen. Die Gastronomie soll aber neu ausgeschrieben werden.

Mit Wirkung ab 1. November geht der Betrieb der neuen Welt auf die GmbH über. Diese hat die Lokalität in der Griesbadgasse dauerhaft von Herrnbräu gepachtet. Eigentümer des Hauses ist Michael Oblinger, der am Donnerstag im Stadtrat für die CSU vereidigt wird.

Die 35. Ingolstädter Kabarett-Tage finden wie geplant vom 7. Januar bis 15. Mai 2019 statt. Sie werden dann bereits das erste Mal von der Ingolstädter Veranstaltungs GmbH organisiert. Die Programmgestaltung dieses Festivals liegt weiterhin bei Walter Haber. Die wirtschaftliche Verantwortung der Programmreihe trägt aber künftig die Gemeinnützige GmbH. Dies gilt auch für das Bluesfest. Für Letzteres waren nachträglich die Zuschüsse erhöht worden, nachdem Haber (Kulturpreisträger der Stadt Ingolstadt 2018 und durchaus ein Kritiker städtischer Kulturpolitik) und Langer erhebliche Verluste gemacht haben.

Tobias Klein freut sich auf die neue Aufgabe: „Es ist ein großer Vertrauensbeweis seitens der Stadt Ingolstadt, dass wir die neuen Projekte angehen dürfen. Damit können wir den Ingolstädter Kabarett-Tagen, der Kleinkunstbühne Neue Welt und dem Ingolstädter Bluesfest eine gesicherte Zukunft geben.“

Eine neuer privater Pächter, der auch die Kleinkunstbühne übernommen hätte, wurde wohl seitens der Stadt nicht gesucht. So wird die Kleinkunst im Gegensatz zum Altststadttheater künftig städtisch verwaltet.