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An die Donau!

Das nördliche Donauufer rückt (wieder) ins Blickfeld der Stadtplanung.

An der Donau – Foto: Stadt Ingolstadt

Wer die Beteiligung der Bürger an kommunalen Entscheidungen ernst nimmt und Transparenz staatlicher/städtischer Entscheidungen fordert, der musste Sepp Mißlbecks gescheiterten Vorstoß, die Kammerspiele an/über die Donau zu verschieben, ablehnen. Es darf nicht sein, dass die Bürger ihre Vorschläge zu den Kammerspielen in zahlreichen Workshops und Informationsveranstaltungen einbringen und dann Sepp Mißlbeck nach “Bürgermeisterart” all das über den Haufen werfen will. Und die gesetzlichen Vorschriften über Wettbewerbe und Ausschreibungen bei öffentlichen Bauwerken sollen nicht nur die Kreativität sondern auch Chancengleichheit der Anbieter und Transparenz bei der Vergabe von Architekten- und Bauleistungen gewährleisten. Es geht nicht, dass ein Bürgermeister mal schnell eine Idee hat und dann einen befreundeten Architekten ins Spiel bringt, wenn das Verfahren bereits weit fortgeschritten ist. Da mag der Architekt noch so gut sein (die anderen sind es auch!).

Aber immerhin: Mißlbecks Vorstoß hat einen positiven Nebeneffekt: Die Sehnsucht der Bürger, die Donau stärker zu erleben, wurde ins Rampenlicht gerückt. Damit die Bürger – die übrigens von Süden im Klenzepark seit Jahrzehnten freien Zugang zum Fluss haben – auch von Norden ans Wasser können, muss man aber dort das Ufer nicht mit einem Kammerspielneubau (den auch Intendant Weber in der von Mißlbeck vorgeschlagenen Form und an diesem Ort nicht will) zubauen. Nun werden Pläne aus der Schublade geholt, die es schon lange gibt: Bereits im Jahre 2012 gab es im Auftrag der Stadt eine Untersuchung des Architekturbüros Oficinaa mit dem Titel “Donau-Loop”; da ging es bereits um Stadt und Donau. Und jetzt ruft Oberbürgermeister Christian Lösel die Bürger zu einem Ideenwettbewerb auf. Der Bürger darf/soll an die Donau. Da ist es besser, das Ufer bleibt frei und die Kammerspiele werden dort errichtet, wo sie bisher geplant sind.

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