Aufgewacht!

Brachte mit ihrem Vorschlag neuen Schwung in die Debatte: Veronika Peters (SPD)

Der Ingolstädter Stadtrat hat offensichtlich die Zeichen der Zeit begriffen: Es besteht die einmalige Chance, mit dem Erweiterungsbau beim Kavalier Dalwigk ein städtebauliches Ausrufezeichen zu setzen. “Neues Wahrzeichen”, “Ikone” oder “Eye Catcher” waren Begriffe, die im Sitzungssaal zu vernehmen waren.

Doch was wurde nach knapp eineinhalbstündiger Diskussion eigentlich beschlossen? Wir haben es mit der Handkamera, die professionellen Ansprüchen nicht gerecht wird, einfach mal dokumentiert:

Neuen Schwung hatten Sepp Mißlbeck (UDI) und Veronika Peters (SPD) in die Debatte gebracht, indem sie einen vom Dalwigk getrennten Turm den Medien kurz vor der Stadtratssitzung vorstellten.

Hatte es gekracht? OB Christian Lösel soll sauer gewesen sein, weil Bürgermeister Sepp Mißlbeck (re.) erst die Medien und dann ihn über seine neue Idee informierte.

Kommentar (hk):

Mit dieser Abstimmung gelang es Oberbürgermeister Christian Lösel, der den Rednern in der Debatte viel Freiraum ließ, aber zusammen mit Bürgermeister Albert Wittmann die Zielrichtung immer steuernd im Blick hatte, nahezu alle Wünsche der Stadträte unter einen Hut zu bringen. Wichtig: Die Architekten haben jetzt mehr Gestaltungsspielraum als nach den Vorgaben des Gestaltungsbeirates, über die sich der Stadtrat teilweise hinwegsetzte. So enthält der Beschluss keine konkrete Vorgabe für die Höhenentwicklung. Das ist sinnvoll: Anhand der nun von den Planern zu liefernden Entwürfe wird künftig beurteilt werden, welche Höhe der Dalwigk verträgt. Und dies hängt sicher stark von der konkreten Gestaltung des neuen Baukörpers ab. Ein genial in die Höhe ragendes “Monument” würden die politischen Vertreter der Bürger wohl kaum ablehnen, wenn dadurch ein “neues Wahrzeichen” der Stadt entstünde.

 

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