Christianisierung der Stadt

Christian ist ein Bekennername. Er bedeutet: „Ich bin ein Christ“ (lat.: christianus sum). In Ingolstadt bekennen sich die Namensträger damit offensichtlich zu politischen Ambitionen.

Der Oberbürgermeister heißt Christian, seine mutmaßlichen Herausforderer bei der Kommunalwahl im Jahre 2020 auch: Christian Scharpf (SPD), Lange (BGI) und theoretisch auch Höbusch (Grüne). Damit ist es mit der Einigkeit der Opposition auch schon vorbei. Während in den letzten Jahren SPD, BGI, Grüne und ÖDP oft gemeinschaftlich als „vereinte Opposition“ auftraten und dies nicht nur durch einen gemeinsamen Briefkopf dokumentierten, hört man jetzt andere Töne. Da präsentiert die SPD mit Christian Scharpf einen gebürtigen Ingolstädter, der als Spitzenbeamter der Stadt München die erforderliche Verwaltungserfahrung hat und wohl der Einzige ist, der Amtsinhaber Christian Lösel gefährlich werden könnte. Und was machen die anderen: Lange erklärt sogleich, auch kandidieren zu wollen. Die Grünen schmollen auf Facebook wegen des Vorpreschens der SPD und die Thomas Thöne (ÖDP) kaut wohl noch an seinem Bezirkstagswahlergebnis. Parteipolitischer Egoismus der Oppositionsparteien statt Verständigung auf den besten Kandidaten!

Dieser Textbeitrag darf von allen (auch sozialen) Medien unverändert übernommen werden, sofern er gekennzeichnet ist: Käbisch/www.ingolstadt.blog