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Das Ende des Booms

Audi-Forum, Foto: Wikipedia-ChristianKarl

Ingolstadt hat den Zenit überschritten.

Mit Staubsaugern verdient der britische Hausgerätehersteller Dyson sein Geld. Jetzt hat er angekündigt, in Singapur ein Werk für Elektroautos zu bauen. Im Jahre 2021 sollen bereits die Autos vom Band rollen. Das ist gut möglich: Zum einen wird in Singapur schneller eine Automobilfabrik errichtet als in Ingolstadt eine Straßenunterführung gebaut, von den Kammerspielen ganz zu schweigen. Und auch der Bau von Elektroautos durch einen Staubsaugerproduzenten ist kein Problem. Die Elektroflitzer haben keinen Verbrennungsmotor und kein Getriebe, es fehlen also die kompliziertesten Bauteile eines Verbrenners. Im Spiegel-Bestseller „Machtbeben“ weist Autor Dirk Müller (nicht unser Referent!) darauf hin, dass ein V8-Verbrennungsmotor aus über 1200 Teilen bestehe, ein Elektromotor aus etwa 25 Bestandteilen. Beim Technologiewechsel zum Stromer fallen damit nicht nur Teile weg sondern auch die Arbeitsplätze derer, die sie bisher produzierten. Das betrifft Audi und zahlreiche Zulieferer. Führungskräfte von Audi räumen hinter vorgehaltener Hand durchaus ein, dass die Zahl der Arbeitsplätze um 5000 bis 10 000 sinken könnte. Der Boom in Ingolstadt ist vorbei. Wer es nicht glauben will, frage seine Bank, wie lange es inzwischen dauert, eine Immobilie zu verkaufen.

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