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Der große Unbekannte im Stadtgeflüster

Kandidiert Christian Scharpf für mehrere Parteien?

Das „Stadtgeflüster“ im Donaukurier wird gern und oft gelesen. In diesem Artikel eine Anzeige zu platzieren, das ist geschickt und sicherlich mit Überlegung geschehen. „Auf einen Ratsch“ am Samstag, den 5. Oktober um 10:00 Uhr, wird da ins “Ratschhaus“  in der Donaustraße eingeladen. Wozu? Um jemanden kennen zu lernen, ihm Fragen zu stellen und mit ihm zu diskutieren. So steht es in der Anzeige. Kennenlernen soll der werte Leser der Anzeige einen gewissen Christian Scharpf. Das ist durchaus nötig, denn übermäßig bekannt ist er noch nicht, auch wenn sein freundlich lächelndes Konterfei die Anzeige schmückt. Aber warum bitte sollte man ihn kennenlernen? Dieses Geheimnis wird nicht offenbart. Nur die, die ihn ohnehin schon kennen, also von der Anzeige nicht angesprochen werden müssen, wissen es: Christian Scharpf ist der OB-Kandidat der Ingolstädter SPD. Warum wurde das wohl unterschlagen? Dass Scharpf für das Amt des Oberbürgermeisters bei der nächsten Kommunalwahl antritt, das ist nicht ehrenrührig und daher gibt es keinen Grund, dies zu verschweigen. Vielleicht wäre diese Information sogar ein Anlass, mit ihm zu reden und ihn kennen zu lernen. Seine Mitgliedschaft bei der SPD ist da schon eher ein Problem. Der Sturzflug, in dem sich die Partei zur Zeit befindet, könnte ihn mit nach unten ziehen und seine Wahlchancen minimieren. Vielleicht wurde deshalb auf den Hinweis verzichtet, dass er für die SPD antritt. Das lässt sich allerdings auch verschmerzen, denn bei der Wahl des Oberbürgermeisters wird nach der Bayerischen Gemeindeordnung eine Person und keine Partei gewählt. Deshalb wird ja der Oberbürgermeister direkt von den Bürgern und nicht von einer Partei aus dem Stadtrat gewählt. Eines muss man den Genossen aber lassen: Als Schmuckfarbe der Anzeige haben sie immerhin Rot gewählt. Das ist nicht nur eine gute Signalfarbe, sondern auch ein ganz dezenter Hinweis auf die Partei, für die Scharpf antritt.

Oder tritt Scharpf am Ende für mehrere Parteien als Kandidat an? Das wär eine echte Überraschung und dann wäre der Verfasser der Anzeige ob seines Hintersinns zu loben.

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