Der Wunschkandidat

Soll für die CSU in den Landtag: Alfred Grob

Einstimmig hat der Kreisvorstand der Ingolstädter CSU Alfred Grob (Chef der Ingolstädter Kripo) gebeten, für den Bayerischen Landtag zu kandidieren. Grob hat sich Bedenkzeit erbeten. Kommentar von Hermann Käbisch

Von der CSU als Stimmkreiskandidat nominiert zu werden, das bedeutet im Normalfall den Einzug in den Bayerischen Landtag. Die Kandidaten der CSU erhalten regelmäßig die meisten Kreuze auf den Wahlzetteln im Stimmkreis und ziehen damit direkt ins Maximilianeum ein. Alfred Grob gehört aber nicht zu denen, die für ein attraktives politisches Mandat alles sofort hinwerfen. Der Kriminaldirektor hat bei einem Wechsel in die Politik viel zu verlieren und der Familienvater wird auch seine Angehörigen in seine Entscheidung einbinden.

Sollte Grob antreten, dann wäre dies für die CSU ein Glücksfall. Der Kripo-Chef genießt nicht nur in Polizeikreisen Hochachtung. Er ließ ohne Ansehen der Person in Sachen Klinikum gründlich ermitteln. Die diesbezüglichen polizeilichen Ermittlungen sind weitestgehend abgeschlossen. Eine Anklageschrift liegt bereits vor, andere Abschlussverfügungen der Staatsanwaltschaft werden bald folgen. Seine beruflichen Erfolge und die Loyalität gegenüber Kollegen und seinem Dienstherren, dem Freistaat Bayern, machen Grob die Entscheidung nicht leicht. Mit ihm könnte die CSU das Thema Sicherheit erstklassig besetzten und der Polizist könnte im Landtag die Interessen seiner Kollegen vertreten.

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