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Ein Kandidat bezieht Stellung

Warum sich der SPD-OB-Kandidat Christian Scharpf vom Juso-Vorsitzenden distanziert.

(hk) Der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert hat den Sozialismus der DDR nicht mehr bewusst erlebt. Er kennt also die “Volkseigenen Betriebe“ und den staatlichen Wohnungsbau des “realen Sozialismus“ nicht. Ich habe als Kind und später bei regelmäßigen Verwandtenbesuchen in der DDR die Wohnungsnot mit eigenen Augen gesehen: viel zu wenige Wohnungen und zum Teil in miserablem Zustand, weil die Mieten nicht annähernd die Kosten der Instandhaltung deckten. Auch die Arbeitsbedingungen in den “Volkseigenen Betrieben“ und die Wartezeiten bei Konsumgütern (der Traum vom eigenen Auto erfüllte sich zeitweise erst nach zehn Jahren, wenn nicht “geschmiert“ wurde – Korruption war in der DDR kein Fremdwort) lernte ich kennen. Es mag sein, dass sich der Sozialismus auf dem Papier gut liest, gelebt ist er ein untaugliches Gesellschaftsmodell. Zu glauben, dass die Verstaatlichung der Autoindustrie oder die Enteignung von Wohnungsbauunternehmen soziale Probleme  (wie zu hohe Mieten) löst, ist unsinnig, wie die DDR gezeigt hat. Dem designierten SPD-OB-Kandidaten Christian Scharpf ist daher zuzustimmen, wenn er Kühnerts Gedankenspiele scharf kritisiert. Der Betriebsrat von Audi könnte ja mal ein paar “Verstaatlichungsjünger“ mit Audi-Mitarbeitern (“Werktätige“ im DDR-Jargon) diskutieren lassen. Es wäre heilsam.

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