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Ein zweifelhaftes Angebot

Übernimmt in Ingolstadt die CSU die Rolle der AfD? Kommentar von Hermann Käbisch

“Richard Gere soll Flüchtlinge im Privatjet nach Hollywood mitnehmen!” Das ist die Meinung des Chefs der rechtspopulistischen italienischen Lega Matteo Salvini. Er reagierte damit auf einen Besuch des Filmstars auf einem Boot, das Flüchtlinge aus dem Mittelmeer rettet. Was hat das mit Deutschland zu tun? Die AfD hat sich im Juni dieses Jahres ganz offen mit den italienischen Rechtspopulisten verbündet und Salvini für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Und: Auch der Ingolstädter CSU gefallen solche Sprüche. Jedenfalls verbreitete immerhin der Kreisgeschäftsführer der Christlichsozialen diese Äußerung Salvinis im August bei Facebook. Und ein hochgebildeter Kandidat auf der der CSU-Stadtratsliste “likte” diesen Post, erklärte sich also ausdrücklich damit einverstanden. Zufall? Kaum. Die Verbreitung der rechtspopulistischen Sprüche ist kein Ausrutscher. Vielmehr: Das Angebot der CSU an die Bürger, die Angela Merkels (aus humanitären Gründen begonnene) Flüchtlingspolitik nicht mögen. In Ingolstadt muss der Kurzsichtige, der die Flüchtlinge als die “Mutter aller Probleme” sieht, nicht AfD wählen. Er kann auf die hiesige CSU zählen. Und der bürgerliche Wähler? “Die Kammerspiele sind ein großartiges Bekenntnis zu unserem Stadttheater” – verkündete OB Christian Lösel im Januar 2016. Bis heute gibt es nicht einmal eine Machbarkeitsstudie. Unvermögen oder Absicht?

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