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Erschreckend? Berauschend? Hermann Nitschs Kunst im Lechner Museum

Wer von außen durch die große Glasfassade in das Lechner Museum blickt, mag zunächst erschrecken: Ein Altar, „blutige“ Gewänder, rote Farbe auf dem Boden und an den Wänden sind dort zu erkennen. Was hat sich dort abgespielt? Das Ereignis, das dieses Kunstwerk entstehen ließ (und damit selbst Teil des Werkes ist), liegt schon einige Zeit zurück. Der Künstler Hermann Nitsch, bekannt für sein Orgien Mysterien Theater, hat die Installation 1987 in seiner 20. Malaktion in Wien geschaffen. In Ingolstadt ist diese einzige vollständig erhaltene Malaktion zum ersten Mal außerhalb Österreichs zu sehen – und zwar noch bis 28. Juli! Die Ausstellung „Hermann Nitsch. Das Gesamtkunstwerk.“ wurde wegen des großen Interesses um einen Monat verlängert.

Foto: Werner Huthmacher

Melanie Arzenheimer hat sich zusammen mit Daniel McLaughlin, dem Kurator der Lechner Stiftung, durch die Ausstellung bewegt. Sie können sich mit bewegen! Das ist ein 360 Grad Video. Sie sind der Regisseur – wenn über die einzelnen Objekte geredet wird, dann können Sie sich gerne im Museum umschauen und mit der Maus auf dem Video die Objekte ansteuern!

Weil der Entstehungsprozess der Malaktion genauso wichtig ist wie das Ergebnis selbst, können die Besucher im Erdgeschoss auch einen Film betrachten, in dem der einwöchige Prozess – wie etwa die Schüttung der Bodenbilder – dokumentiert wird.

Farbenrausch und Duftlabor

Um die Werke von Hermann Nitsch zu verstehen, muss man sie mit allen Sinnen erfassen. Deswegen spielen auch das Gehör und der Geruchssinn eine wichtige Rolle. Im Obergeschoss des Lechner Museums ist die „Kunst hinter der Kunst“ zu entdecken.

Das Museum ist von Donnerstag bis Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Infos unter www.lechner-museum.de

Ein wichtiger Hinweis zur Ausstellung:
Bitte beachten Sie, dass im Obergeschoss Filme und Fotos von Aktionen von Hermann Nitsch gezeigt werden, die Nacktheit und explizite Darstellungen enthalten. Für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ist der Besuch der Ausstellung im Obergeschoss nur in Begleitung ihrer Eltern oder eines Erziehungsberechtigten gestattet.

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