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Grüner Schaufensterantrag?

Die Grünen wollen den großen Saal im künftigen Kongresszentrum für die Aufführung klassischer Musikveranstaltungen akustisch ertüchtigen. Dabei wurde das Thema bereits ausführlich im Jahre 2017 erörtert.

Vor zweieinhalb Jahren, im Mai 2017, befasste sich der Verwaltungsrat der IFG ausführlich mit der Frage, ob im Kongress-Saal des  CongressCenter im Hinblick auf klassische Musikveranstaltungen Maßnahmen zur Verbesserung der Akustik getroffen werden sollten. Ein entsprechender Antrag wurde damals einstimmig nicht gebilligt. Inzwischen ist der Bau vorangeschritten und entsprechende Maßnahmen wären heute wesentlich schwerer umzusetzen und viel teurer als damals. Doch nun entdecken offensichtlich die Grünen ihre Liebe zur klassischen Musik im neuen Kongress-Saal:

„Der künftige Kongress-Saal muss für klassische Konzerte genutzt werden können. Dazu müssen die Überlegungen zur technischen Ausstattung jetzt beginnen”, formuliert die Fraktionsvorsitzende  Petra Kleine. Die Fraktion beantragt deshalb, nun Möglichkeiten der technischen Ausstattung des zukünftigen Kongress-Saals für Konzerte untersuchen zu lassen.

Im Jahre 2017 lautete der Antrag der Geschäftsführung der IFG: “Zur Verbesserung der Akustik im Kongresssaal des CC-IN für klassische Musikveranstaltungen sind die erforderlichen Maßnahmen zu planen, damit eine Qualität, die etwa der des Festsaals entspricht, erreicht werden kann.“

Es wurden damals umfangreiche Untersuchungen vorgenommen, Messungen der Akustik angestellt und schließlich beschlossen, diesen Antrag zurückzustellen und andere Lösungen zu suchen. SPD-Stadtrat Manfred Schumann bedankte sich beim Vorstand der IFG, dass dieser die Idee, die von ihm und der Kollegin Eva-Maria Atzerodt stammte, aufgegriffen und geprüft habe. Er wies auf zwei Workshops bei der IFG mit Akustikexperten und Vertretern des Betreibers des Kongresszentrums (MARITIM) hin. Im Hinblick auf die prognostizierten hohen Kosten für die erforderliche Ertüchtigung und die Möglichkeiten der Nutzung der Halle B  bei Audi regte Schumann an, nach einer anderen Lösung zu suchen. Der Antrag sollte daher nicht weiterverfolgt werden. Vielmehr wurde das Kulturreferat gebeten, nach anderen geeigneten Sälen Ausschau zu halten.

Ist der gesamte Vorgang an den Grünen vorbeigegangen? Oder handelt es sich um einen bedauernswerten Schaufenster-Antrag im Kommunalwahlkampf?

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