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Hohe Nachfrage – hohe Preise

Die Nachfrage nach Wohnimmobilien in Ingolstadt ist weiterhin ungebrochen groß. Aber die Zeiten, in denen die Preise durch die Decke schossen, scheinen vorbei.

Diese eine Zahl bestätigt das Gefühl, dass die Immobilienpreise hierzulande in den letzten Jahren förmlich explodiert sind: Um 79 % sind laut LBS Bayern die Kaufpreise für Wohnimmobilien in Bayern in den vergangenen zehn Jahren gestiegen. „Der durchschnittliche Preis eines gebrauchten Hauses, das von LBS und Sparkassen in Bayern vermittelt wurde, lag 2009 bei 181 000 Euro. Im Jahr 2018 waren es 324 500 Euro,“ erklärte Erwin Bumberger, Vorstandsvorsitzender der LBS Bayern im Pressegespräch bei der Sparkasse Ingolstadt Eichstätt. Die Nachfrage nach Wohnimmobilien kann dabei nach wie vor nicht vom Angebot gedeckt werden – das gilt auch für Ingolstadt und die Region.

„Die Entwicklung in Ingolstadt war extrem dynamisch. Jetzt hat eine Konsolidierung auf hohem Niveau eingesetzt,“ erklärte Sparkassenvorstand Karl-Heinz Schlamp. „Man merkt, es ist ruhiger geworden,“ ergänzte Stefan Winkler (Gruppenleiter ImmobilienService der Sparkasse Ingolstadt Eichstätt). „Die Preissprünge, die wir in den letzten Jahren verzeichnet haben, haben wir im Moment nicht.“ Die Nachfrage nach Wohnraum in Ingolstadt und Umgebung ist dabei weiterhin groß. Bei der Sparkasse Ingolstadt Eichstätt sind derzeit rund 860 Kunden mit einem konkreten Immobiliengesuch registriert. Und sie müssen weiter tief in die Tasche greifen:

So kosten neue Doppel- und Reihenhäuser im Raum Ingolstadt zwischen 350.000 und 700.000 Euro sowie neue Eigentumswohnungen zwischen 4000 und 5300 Euro pro Quadratmeter. Gebrauchte Doppel- und Reihenhäuser sind zwischen 350.000 und 650.000 Euro zu haben, gebrauchte Eigentumswohnungen zwischen 2000 und 4500 Euro pro Quadratmeter. Im Fünfjahres- Vergleich haben sich die Preisspannen damit je nach Lage und Objekt um etwa 20 bis 60 Prozent erhöht.

Trotz der hohen Preise betonen die Experten von LBS und Sparkasse, ist die Finanzierung einer eigenen Wohnimmobilie möglich. Vor allem, weil das Zinsniveau anhaltend niedrig ist. „Während die Immobilienpreise deutlich gestiegen sind, sind die Zinsen um etwa 70 bis 80 Prozent abgerutscht. Das erleichtert die Immobilienfinanzierung erheblich. Zudem sind die Einkommen in Bayern um etwa 25 Prozent gewachsen“, betonte Bumberger. Die Hürde für die Finanzierung liege also meist nicht – oder nicht wesentlich – höher als vor zehn Jahren. Dagegen mangele es häufig an ausreichendem Eigenkapital. Im Zinstief wird der Aufbau von Vermögen erschwert, weil Geldanlagen nur noch gering verzinst werden. Bumberger rät: „Wegen der höheren Eigenkapitalhürde und der niedrigen Zinsen ist es wichtig, frühzeitig mit dem Sparen für ein Eigenheim zu beginnen. Das kann der Staat wirksam unterstützen mit der bewährten Wohnungsbauprämie. Allerdings wurde diese Förderung seit 20 Jahren nicht mehr an die allgemeine Gehalts- und Preisentwicklung angepasst. Es ist deshalb unbedingt erforderlich, dass die Bundesregierung ihr Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag umsetzt und die Wohnungsbauprämie nachbessert.“

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