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Immer den Aufklebern nach

Die “Mitarbeiter” im „Büro für urbane Auffälligkeiten“ haben Ingolstadt auf ungewöhnliche Weise erkundet. Mit VIDEO INTERVIEWS.

An Ingolstädter Ampeln, an Laternenpfählen und an Mülleimern hat sie gekratzt. Und das alles im Auftrag der Kunst: Diana Pagel war eine von 12 Kunstschaffenden, die sich der Stadt im Rahmen einer künstlerischen Fortbildung auf unkonventionelle Weise genähert haben. Im Kap94 hatte die bunte Truppe ihr Hauptquartier aufgeschlagen und dort auch die Ergebnisse von Begegnungen, Annäherungen und Untersuchungen präsentiert. Melanie Arzenheimer hat sich in das Büro für urbane Auffälligkeiten begeben und dort einige Kunstschaffende mitten in ihrer kreativen Standortanalyse angetroffen.

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Zurück zu den Aufklebern: Diana Pagel hat sich in Ingolstadt von Aufkleber zu Aufkleber durch die Innenstadt „getastet“ und sich schließlich hinter dem Nordbahnhof ordentlich verfranst. Aber sie fand den Weg zurück – mit einer Regenjacke voller Aufkleber, die sie an Ort und Stelle persönlich entfernt hat. „Eine ältere Frau hat mich gefragt, ob ich das machen müsse,“ schmunzelt Diana Pagel. Es sah wohl ziemlich nach dem Ableisten sozialer Stunden aus, doch das war es natürlich ganz und gar nicht. Sie wollte ergründen, was die Leute mit ihren klebenden Statements aussagen wollen. Zwei Themen haben sich dabei als besonders beliebt heraus gestellt: Politik (v.a. gegen Rechts) und Fußball. „Es gibt hier sehr viele St. Pauli Fans,“ so Diana Pagel. Dazu sammelte sie Botschaften wie „Legalize Weed“, „Freiheit“, „Leben und Leben lassen“ und eine Dame meinte ihr gegenüber, ihre Botschaft würde sich für das Einkaufen und Leben in der Innenstadt stark machen.

In einer Abschlussperformance im Kap94 haben alle beteiligten Künstler ihre Werke präsentiert und manch einem war sogar das noch nicht genug. Gabriele Jasper etwa, die sich in Architektur und Geschichte des Körnermagazins „verguckt“ hatte, vereinbarte am Tag ihrer Rückreise noch ein Treffen mit dem ehemaligen Direktor des Armeemuseums, um weiter in die Materie einzusteigen. Diese Expedition durch Ingolstadt hat also ihre Spuren hinterlassen.

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