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Update in eigener Sache – Pappnasen und der Stadtrat

(hk) Der Aufruf, für den Stadtrat zu kandidieren, hat Kommentare bei Facebook ausgelöst. Daher eine Klarstellung.

Mit Amüsement habe ich gelesen, dass bei Facebook zwei „Pappnasen“ aus dem Stadtrat (für deren diesbezügliche Meinungsäußerung ich mir den scherzhaften Begriff zueigen machen möchte) öffentlich vermuten, dass ich selbst für den Stadtrat kandidieren möchte. Dazu: Nein! Das habe ich hinter mir. Im Jahre 1984 habe ich auf ausdrücklichen Wunsch des früheren SPD-Stadtrats und Rechtsanwaltskollegen Franz Stark die Liste der Partei im hinteren Bereich aufgefüllt. Ich wurde überraschend bei der Stadtratswahl von Platz 30 (damals gab es 40 Plätze) auf Platz 20 vorgewählt. Meine aktive politische Tätigkeit habe ich in dem Augenblick (1987) beendet, als ich im Bereich Medien (intv) tätig wurde. Mitglied der SPD war ich noch bis 1996. Ich glaube daher, dass ich meinen Beitrag in Sachen Kommunalpolitik geleistet habe und beschränke mich auch künftig auf das Kommentieren. Im Übrigen finde ich es nicht gut, wenn aktive Stadträte selbst journalistisch tätig sind. Darüber könnten einige im Stadtrat mal nachdenken.

In diesem Zusammenhang möchte ich die Faschingszeit, in der man ja bekanntlich nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen sollte (siehe „Deppenhaufen“ am unsinnigen Donnerstag 2018) dazu nutzen, einige Stadträte als „Schnarchnasen“ zu titulieren. Statt sich mit völlig unwichtigen Themen wie der Frage, ob ich für den Stadtrat kandidieren möchte, abzugeben, sollten sie sich mal die Baustelle beim Museum für Konkrete Kunst und Design ansehen. Die steht seit Wochen. Das kostet jeden Tag Geld. Und nach den Ursachen dieses Stillstandes könnte ein engagierter Stadtrat durchaus mal fragen. Auch außerhalb der Stadtratssitzungen! Es müssen ja nicht gleich medienwirksame Showanträge gestellt werden. Eine schlichte Nachfrage bei den am Bau Beteiligten und Verantwortlichen würde auch weiterführen. Die Befürworter des Baus dürften im Augenblick eigentlich keine ruhige Minute haben!  Aber manche verplempern lieber ihre Zeit bei Facebook.

Ich hatte folgenden Kommentar geschrieben:

“Diese Pappnasen im Stadtrat” schrieb kürzlich ein meinungsfreudiger Bürger in einem Kommentar in Facebook. Er spielte dabei nicht auf eine Stadtratssitzung im Fasching an.

Vielmehr brachte er dadurch seine mangelnde Wertschätzung gegenüber den Stadträten zum Ausdruck. Nun darf jeder eine eigene Meinung haben und auch andere, insbesondere Stadträte, kritisieren. Kritiker, die wirklich etwas ändern und nicht nur “besser wissen” wollen, sollten sich aber ernsthaft überlegen, ob sie nicht für den Stadtrat kandidieren. Nur dort können sie im kommunalen Bereich etwas bewegen und ihre Ideen voranbringen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sich im Interesse der Stadt und ihrer Bürger zu engagieren. Denn im Augenblick sind die Parteien auf der Suche nach geeigneten Kandidaten für ihre Stadtratslisten. Nun gilt es, die eigene Meinung nicht nur zu sagen, sondern dafür politisch einzutreten. Da sollten sich auch die “Horden grantelnder Rentner” (der Verfasser dieser Zeilen gehört dieser Altersgruppe an) durchaus berufen fühlen. Ein Höchstalter für Stadträte gibt es nicht und ältere Mitbürger haben mehr Zeit und Erfahrung. Aber natürlich richtet sich die Aufforderung zum politischen Engagement an alle. Mitmachen statt nur motzen!

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