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Partyzwang und Meinungsfreiheit

Darf man dem Umzug am Christopher Street Day fernbleiben?Zum ersten Ingolstädter Christopher Street Day (CSD) kamen mehr als 1000 Menschen. Zweck der Veranstaltung: Für die Rechte sexueller Minderheiten einzutreten und sich selbst zu feiern. Es herrschte durchaus Partystimmung – kein Vergleich mit einer Gewerkschaftskundgebung am 1. Mai, bei der es um die Rechte der Arbeitnehmer geht. Das bunte Treiben gefällt nicht jedem, der für die Rechte von sexuellen Minderheiten eintritt. So gab es im Jahre 2010 in Berlin gar einen Eklat, als die Philosophin Judith Butler kritisierte, der Berliner Christopher Street Day (CSD) sei zu kommerziell und die Veranstalter würden rassistische, imperialistische und kapitalistische Positionen vertreten. Davon kann beim CSD in Ingolstadt nicht die Rede sein. Dennoch muss es möglich sein, nicht an der Veranstaltung/Party teilzunehmen, ohne unter Rechtfertigungszwang zu geraten. Zwei bekennende Homosexuelle, die bekannten Friseure Marco Slavulj und Helmut Schmid, sahen in einer Teilnahme keinen Sinn und bekundeten das öffentlich. Das rief Noch-Stadtrat und Jung-Journalist Thomas Thöne auf den Plan, der darin einen “Schlag ins Gesicht der CSD-Aktivisten” sah – eine ziemlich übertriebene Wertung.  Erstaunlich aber, dass er für sein Eintreten für die Veranstaltung vom Fußvolk der CSU (!) auf Facebook gleich als “böse berechnend”, “geltungssüchtig” und “sich selbst überschätzend” abgekanzelt wird. OB Christian Lösel war immerhin Schirmherr des CSD.

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