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UAM-Netzwerktreffen: Warum Ingolstadt wie Singapur ist

Es gibt eine – rasant wachsende – Branche, in der der Name Ingolstadt eben nicht mehr nur Audi bedeutet: Die Tüftler, die an Flugtaxis, Drohnen und Co. arbeiten, haben Ingolstadt mittlerweile auf dem Schirm. Das zeigte sich beim Netzwerktreffen der Initiative „Urban Air Mobility“ an der THI.

Damian Kysely war gerade aus Prag nach Ingolstadt gekommen, um hier das Unternehmen Skyports vorzustellen. Die Wartezeit am Flughafen betrug zwei Stunden, der Flug 40 Minuten, erzählte er. Genau das soll beim Nutzen von Flugtaxis nicht passieren. Skyports entwickelt dazu Lande- bzw. Startplätze, die als „Mini-Flughäfen“ mit Warte-, Sicherheits und Servicebereichen ausgestattet sind. In Singapur hatte man fünf Tage lang in Kooperation mit dem Flugtaxi-Entwickler Voloport so einen High-Tech-Landeplatz, den „Singapure vertiport“, präsentiert. Jetzt ist Ingolstadt die nächste Station in der internationalen Aktivitäten von Skyports.

V.l.: Prof. Dr. Thomas Suchandt (THI Vizepräsident), Damian Kysely (Skyports), Dr. Reinhard Brandl (MdB) und OB Dr. Christian Lösel

„Ingolstadt ist nicht L.A., Ingolstadt ist nicht der perfekte Markt, aber Ingolstadt ist wie Singapur, eine sehr fortschrittliche Stadt, in der private Industrie und Kommune gut zusammen arbeiten.“ Mit diesen Worten lobte Damian Kysely, zuständig für die Infrastruktur bei Skyports, die Voraussetzungen für das Engagement seines Unternehmens in der Initiative „Urban Air Mobility“. Als 69. Partner ist Skyports der UAM Initiative beigetreten, was mit einer Unterschrift besiegelt wurde. Zuvor hatte Damian Kysely im Rahmen des UAM-Netzwerktreffens an der Technischen Hochschule Ingolstadt sein Unternehmen vorgestellt.

Mini-Flughäfen für Lufttaxis

Die Kunst des guten Landeplatzes besteht darin, erstmal einen geeigneten Standort zu finden, erklärte Damian Kysely. Giebeldächer scheiden ja von vornherein aus. Und bei den Flachdächern seien es nicht die großen Wolkenkratzer, die dafür in Frage kämen, denn dort oben sei es viel zu windig und die Nutzer bräuchten zu viel Zeit, um zum Flugtaxi zu gelangen. Wesentlich besser geeignet seien niedrigere Gebäude, die z.B. über ein Parkhaus verfügen oder in der Nähe von Bus- und Bahnhaltestellen stehen. „Es wird eine Knappheit an passenden Landeplätzen geben,“ so Kysely, daher wolle sein Unternehmen mit Hauptsitz in London jetzt schon alle Möglichkeiten ausloten. Bis so ein Landeplatz dann genehmigt sein, könne es sowieso noch Jahrzehnte dauern, meinte er mit Blick auf die britische Hauptstadt. Womöglich geht es da sogar in Ingolstadt schneller. Zumindest hat die UAM-Initiative nun einen Landeplatz-Spezialisten mit an Bord.

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