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Vandalismus im Stadtgebiet: Belohnung oder „Kopfgeld“?

Hinweise, die zur Ergreifung oder Verurteilung von Vandalen oder Graffiti-Schmierern führen, werden künftig mit 1000 bis 2000 Euro belohnt. Das hat der Stadtrat beschlossen. Aber nicht ohne Gegenstimmen.

„Wir bestrafen nicht, sondern wir belohnen, wenn jemand seiner staatsbürgerlichen Pflicht nachkommt,“ betonte Thomas Deiser (CSU), der den Antrag auf eine Belohnung gestellt hatte. Der Geschäftsmann hatte in diesem Antrag die Häufung von Schmierereien im gesamten Stadtgebiet beklagt. Nicht einmal historische Gebäude oder Kirchen würden verschont. Die Kosten für die Reinigung seien enorm, das betonte Oberbürgermeister Christian Lösel: „Hätten wir den Vandalismus in unserer Stadt nicht, dann hätten wir goldene Dächer,“ erklärte er und fügte hinzu, dass in etwa 50 Kommunen in Deutschland solche Belohnungssysteme bereits eingeführt wurden.

Weniger als Belohnung, sondern vielmehr als „Kopfgeld“ empfanden andere den Vorschlag. Es fiel das Wort „Wildwestmethode“ und Karl Ettinger (FDP) erklärte, man erhöhe so nur die Anzahl der Verdächtigungen. Als eine „Förderung des Denunziantentums“ empfand Dorothea Soffner (UDI) den Antrag und Veronika Peters (SPD) lehnte ein Belohnungssystem klar ab: „Ich glaube an unsere Bürgerschaft. Wenn die etwas sehen, dann melden sie es.“ Mit den Stimmen von CSU, FW und AfD ist der Antrag schließlich genehmigt worden.

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