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Wie wächst Ingolstadt?

Helmut Schels Foto: hk
Helmut Schels Foto: hk

(hk) Wenn es um Zahlen geht, dann ist bei der Stadt Ingolstadt Helmut Schels die erste Adresse. Der Statistik-Chef verrät, wie sich die Stadt entwickeln wird.

Ingolstadt ist im Jahr 2018 laut Melderegister um mehr als 1 700 Einwohner von ca. 136 450 auf knapp 138 200 Einwohner gewachsen. Ende 2017 war die amtliche Einwohnerzahl systembedingt um rund 1 200 Einwohner niedriger als die Melderegisterzahl. Hochgerechnet auf den 31.12.2018 wäre die amtliche Einwohnerzahl dann bei ca. 137 000 Einwohnern zu erwarten. Seit 2011 nahm die Einwohnerzahl in Ingolstadt laut Melderegister von knapp 126 000 relativ linear um knapp 11 700 auf rund 138 200 zu (+9,3%). Das durchschnittliche jährliche Wachstum betrug damit nahezu 1 700 Personen oder ca. 1,3%.

Die spannende Frage ist: Wie wird sich Ingolstadt entwickeln. Das hängt, so Helmut Schels, von vielen Faktoren ab, auch von Audi. Es gibt eine Schätzung des statistischen Landesamtes, die von deutlich geringeren Zuwächsen ausgeht, als sie in der jüngsten Vergangenheit zu verzeichnen waren und wohl auch zu erwarten sind. Daher hat der Chef der städtischen Statistik auch eigene Szenarien entworfen.

Das Bayerische Landesamt für Statistik rechnet mittlerweile jedes Jahr eine Bevölkerungsvorausberechnung für alle Kreise Bayerns. Ingolstadt wäre in knapp 20 Jahren (2037) demnach bei rund 143 000 Einwohnern, ein Anstieg um fast 8 000 Personen verglichen zum Ausgangsbestand von 135 200 im Jahr 2017. Diese Berechnung geht aber von einem sehr starken Rückgang der Zuwanderung nach Ingolstadt aus.

Dieser Berechnung hat Helmut Schels drei kommunale Szenarien gegenübergestellt, die ein Zuwanderungsplus von 10 000, 15 000 bzw. 20 000 Personen unterstellen, wobei die jährliche durchschnittliche Zuwanderung der oberen Variante noch niedriger ist als die jährliche Zuwanderung der letzten 7 Jahre. Nach den kommunalen Szenarien könnte die Einwohnerzahl Ingolstadts in rund 20 Jahren bei ca. 147 000, 154 000 oder sogar bei über 160 000 Personen liegen, je nach Höhe der Zuwanderung. Zusätzlich würde auch der Geburtenüberschuss bei höherer Zuwanderung junger Erwachsener noch kräftiger ausfallen und die Einwohnerzahl zusätzlich erhöhen.

In Ingolstadt leben überdurchschnittlich viel junge Menschen. Im Vergleich zu ganz Bayern hat Ingolstadt danach höhere Anteile in der Altersgruppe der 18 – bis unter 45 – Jährigen. In den Altersgruppen ab 45 Jahre und älter liegt Ingolstadt unter dem bayerischen Durchschnitt. Im Vergleich aller bayerischen Großstädte hat Ingolstadt die größten prozentualen Bevölkerungsanteile in
der Altersgruppe von 6 bis unter 18 Jahren. Im Alter von 18 bis unter 30 Jahren haben die Universitätsstädte Würzburg, Regensburg und Erlangen die höchsten Einwohneranteile. In Ingolstadt fehlen also Studenten. Daher ist es folgerichtig, dass THI, KU und Stadt Anstrengungen unternehmen, um die Kapazitäten der Hochschulen auszubauen. Der Anteil der Senioren (ab 65-Jährigen) lag in Ingolstadt Ende 2017 bei 18,5%. Mit diesem Wert liegt Ingolstadt im Mittelfeld der bayerischen Großstädte.

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