Zwischen Parkdeck und Industriehallen – die Landesgartenschau 2020

Parkdeck an Westpark, im Vordergrund der künftige See.

Eva Linder ist zuversichtlich, dass die Landesgartenschau 2020 ein großer Erfolg wird. Die erfahrene Gartenbauingenieurin fürchtet Industriehallen und Parkdecks in der Nachbarschaft nicht.

Eva Linder, Geschäftsführerin der Landesgartenschau 2020, bei einer Führung

Diese Frau ist ein Glücksfall für Ingolstadt: Eva Linder, die Geschäftsführerin Landesgartenschau Ingolstadt 2020 GmbH. Die studierte Gartenbau-Ingenieurin wohnt nicht nur seit 30 Jahren in Ingolstadt, was sie natürlich besonders motiviert und prädestiniert, wenn es um die Gestaltung der Gartenschau 2020 geht, sie ist auch ein Routinier. Schon 1983 wirkte sie an der Gestaltung der Internationalen Gartenbauausstellung in München mit.

Frau Linder, bei der Landesgartenschau 1992 trafen die Gestalter auf hervorragende historische Bauten wie die Exerzierhalle, die Reithalle, Turm Triva und Reduit Tilly. Vom Gelände der Landesgartenschau 2020 blickt man auf den Westpark mit seinem Parkdeck und das Güterverkehrszentrum. Die Schwierigkeit, hier eine attraktive Landesgartenschau zu gestalten, scheint ungleich größer zu sein.

Die genannten historischen Bauwerke waren 1992 Bestandteil des Geländes der Landesgartenschau. Der Westpark oder das Güterverkehrszentrum sind nicht Bestandteil der Landesgartenschau. Sie bilden allenfalls die „Kulisse“.

 

Aber es gibt doch sicher schönere „Kulissen“. Sind das nicht Gebäude, die man eher verbergen sollte?

Die Stadt bzw. die Gesellschaft der Landesgartenschau sucht natürlich nicht die „schöne Kulisse“. Sie sucht ein Gelände, das für eine Landesgartenschau „schön gemacht“  werden soll und vor allem später für die Bürger einen Nutzwert hat. Da kommt es nicht in erster Linie auf die „Kulisse“ an. Die Landesgartenschauen sind ein städtebauliches Instrument, um dort Grünanlagen zu schaffen, wo ein Bedarf da ist. Und das wird in dieser Gegend niemand bestreiten wollen. Der Bedarf ist umso größer, da ja auch südlich der Halle T des Verkehrszentrums noch weitere Wohnbebauung vorgesehen ist.

 

Aber trotzdem sind die Halle T und der Westpark eine Herausforderung.

Das ist richtig. Es gibt aber bereits jetzt  zur Hans-Stuck-Straße hin einen Wall, der die Sicht auf die GVZ-Hallen nimmt. Wir verstärken diesen „Sichtschutz“, indem wir auf dieser Seite des Geländes zusätzliche pyramidenförmige  Wälle errichten. Am Rande: Wenn Sie dort auf dem Grund der Landesgartenschau stehen, werden Sie die dahinter liegende Straße, es ist die Hans-Stuck-Straße kaum hören. Es ist durchaus ein geschützter Bereich.

 

Und das wenig ansehnliche Parkdeck des Westparks?

Was die Nord-Ost-Ecke des Parkdecks des Westparks betrifft, so sind wir in Gesprächen mit Edeka haben uns überlegt, was man hier an dieser etwas schmalen Stelle machen könnte.

Das vollständige Interview, in dem Eva Lind erklärt, was alles bereits auf dem Gelände zu sehen ist und noch geplant wird, lesen Sie im IngolStadtBuch, das jetzt für 6,90 Euro im Buchhandel erhältlich ist.

Baumaschinen vor dem GVZ

Nach den Plänen der Landschaftsarchitekten Landschaftsarchitekten Därr aus Halle/Saale wird das Gelände bei der Landesgartenschau so aussehen: